Dies & Das Endlich Nichtraucher

SPÜRBARE VERÄNDERUNG!

heute sind es genau sieben tage.

sieben tage rauchfrei. zuerst einmal erfüllt mich das natürlich mit stolz. natürlich rutscht dem ein oder anderen raucher auch mal eine kleine stichelei raus, welches ich als neid bewerte :-). man darf nicht vergessen, dass nur etwa 1-5 % derjenigen, die mit dem rauchen aufhören, auch dauerhaft nichtraucher bleiben. natürlich hoffe ich, dass ich dazu gehören werde.

innerhalb der ersten woche haben sich einige körperliche veränderungen bemerkbar gemacht. einer dieser veränderungen ist mein schlafverhalten. seit meinem nikotinverzicht, schlafe ich erheblich besser. in der ersten nacht hatte sich mein schlafverhalten schon geändert. obwohl ich später ins bett ging als sonst, war ich morgens ausgeschlafen und hatte das gefühl eine ruhige nacht gehabt zu haben. ich dachte erst, es wäre zufall. doch diese erholsamkeit zieht sich nun seit 7 nächten durch und ich zweifele nicht daran, dass es am nichtrauchen liegt. möglicherweise liegt es daran, dass sich mein verhalten beim atmen und mein schnarchen ab der ersten nacht sofort positiv verändert haben.

eine weitere positive eigenschaft ist der geruch. als raucher weiss man zwar, dass man gerade direkt nach einer zigarette, unangenehm riecht. aber mir war nicht bewusst, wie extrem und vor allem lange nach der zigarette doch der geruch noch präsent sein kann. durch mein schmerzendes knie, welches ich mir beim -wie sollte es auch anders sein- joggen zugezogen habe, stattete ich meinem hausarzt einen besuch ab. als ich das wartezimmer betrat, war mir sofort klar, dass hier mindestens ein raucher sitzt. es roch nach kaltem zigarettenrauch. und ich musste sofort an die situationen denken, die abends bei uns zuhause stattfinden. zum zubettgeh-ritual mit meinem kind gehören auch eine geschichte und lieder singen dazu. dazu lege ich mich immer zu meinem sohn ins bettchen und wie kuscheln noch ein wenig während gelesen und gesungen wird. wie muss das wohl für ein kind sein? dieser geruch, der nun mal den ganzen tag an den klamotten haftet? ich hatte ein wahnsinnig schlechtes gewissen. ich erinnere mich an den vierten abend ohne zigarette, wo sich mein sohn abends ganz nah an mich kuschelte und mehrmals ganz tief einatmete und schnupperte und dann sagte: „mama, du riechst aber gut!“. es war kein parfum was ich trug. ich hatte auch keine creme aufgetragen. es war für ein kind der natürliche „mamageruch“. der wohl schönste geruch, den kinder in ihrer zarten nase haben können.

es gibt auch negative veränderungen, die ich innerhalb dieser einen woche erlebe. konzentrationsschwierigkeiten sind momentan sehr präsent. ich kann mich zur zeit nicht lange auf etwas bestimmtes konzentrieren und lasse mich sehr schnell ablenken. ich habe das gefühl mein kurzzeitgedächnis schwächelt ebenfalls ein wenig. das sind die normalen entzugserscheinungen, und ich weiss, dass das nur eine vorübergehende eigenschaft ist. dennoch belastet mich das sehr. normalerweise bin ich in der lage, so sehr abzuschalten, und mich zu konzentrieren, dass ich meine umwelt in diesen momenten nicht mehr wahrnehme und nur auf eine bestimmte sache konzentriert bin. das ist mir im moment absolut nicht möglich.

was mich allerdings in der aktuellen situation erstaunt, ist meine innere ruhe. ich lasse mich weniger schnell aus der ruhe bringen als zu meiner raucherzeit. ich hatte etwas anderes erwartet und ein wenig angst davor, mein sohn müsse meine launische und gereizte phase während meiner entzugszeit aushalten.

schlimmer noch als vor ein paar tagen, habe ich immer wieder das gefühl, mir eine zigarette anstecken zu wollen. ich kann nicht einmal sagen, dass mich die sucht dazu treibt. es ist eher die gewohnheit. in bestimmten situationen vermisse ich tatsächlich das rauchen.

zufällig lief heute ein kleiner bericht auf n24 zum aktuellen thema: „Im Kampf gegen die Sucht: Wie denken Raucher?“ – sehr interessant, schaut es euch HIER einfach mal an.

 beim nächsten mal: mal sehen was mir so einfällt 🙂 

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