NORDKINDSKÖPFCHEN

SCHNECKENINVASION │ was zu viel ist, ist… als Mutter aushaltbar?

Ich liebe mein Kind wirklich sehr! … Aber was zu viel ist… muss ich wohl aushalten…♥

„Mama? Kannst du mal kurz aufpassen, ich muss mal A-A!“

Zack! Weg ist er und ich wundere mich über den Satz, den er äußert, bevor er fluchtartig ins Bad verschwindet. Auf was soll ich denn aufpassen? Ich schaue mich um, erst auf dem Boden und dann… Ähhh, ach so… Ich sehe… Mein Blick geht in Richtung Flur und ich wollte gerade noch hinter ihm her rufen, doch da sitzt er schon auf Toilette. Jetzt muss ich mich doch tatsächlich um das Tier kümmern, dass gerade auf meinem Küchentisch eine Entdeckungsreise unternimmt und eine ekelhafte Schleimspur hinterlässt. Ich weiß, Schnecken sind auch Lebewesen und so weiter, aber sorry, auf meinem Küchentisch muss ich sie wirklich nicht haben. Ich hebe das schleimige Tier am Schneckenhaus hoch und überlege gerade, wie ich es jetzt loswerden kann, da höre ich eine fragende Kinderstimme:

„Mama? Was macht Gudschi-Gudschi?“

Das hat auch noch nen Namen??? Ok, ich denke, unauffällig loswerden ist zu spät. Dann bekomme ich Schwierigkeiten mit dem Chef des Hauses. Aber wohin jetzt damit? Eine Brotdose ist gut. Ich nehme also eine der Dosen und setzte „Gudschi-Gudschi“ dort hinein. Die Dose wird verschlossen und auf den Küchentisch gestellt.

Als mein Sohn fertig ist, freut er sich riesig über das neue zuhause der Schnecke und fängt an, draußen Gras und Blätter für die Schnecke zu sammeln. Er packt alles in die Dose und stellt die dann ins Wohnzimmer auf den Tisch und geht spielen. Natürlich macht er den Deckel nicht zu. Die Schnecke versucht sich auf die Reise zu machen, was ich zum Glück mitbekomme und ermahne mein Kind, dass er entweder den Deckel schließt, solange er nicht darauf aufpasst, oder Gudschi-Gudschi wieder in die Freiheit entlässt.

Aber nein, Freiheit ist so gar keine gute Idee, findet er! Sie muss sogar mit ins Bett. Das ist aber so gar keine gute Idee, finde ich. Sie darf auf einem Stuhl neben seinem Bett schlafen. Vorher mache ich noch kleine Löcher in den Deckel. Ich habe keine Ahnung wie viel Sauerstoff so eine Schnecke benötigt, doch ich habe ein schlechtes Gewissen, solch ein Tier über mehrere Stunden in eine Dose einzusperren, die keine Luftlöcher hat… auch wenn es ein ekelhaftes Tier ist. Ich erkläre meinem Sohn aber auch, dass er die Schnecke am nächsten Tag wieder aussetzen muss, weil es sicher seine Eltern sucht. Mein Sohn ist einverstanden.

Am nächsten Tag lässt er Gudschi-Gudschi frei.

Doch dann:

„Mama? Hast du einen Deckel für meine Schubkarre?“.

Mein fragender und gleichzeitig entsetzter Blick wird verstanden.

„Nein, Mama. Die ganzen Schnecken da drinne können draußen schlafen…“.

Prima, ich werfe einen Blick in die Schubkarre. Geschätzte 25 Schnecken haben ein neues zuhause gefunden und eine größer als die andere. Ich sage nichts weiter und verlasse den Ort der Schneckeninvasion

 ConnyCol.

2 Comments

  • Reply
    Danni
    7. Juli 2016 at 07:27

    Ich musste sehr lachen, herrlich 🙂
    Bin gespannt was mich mit Dean so erwartet ….

  • Reply
    Conny
    7. Juli 2016 at 11:40

    🙂 ja, da kannst du auch gespannt sein. Es kommen ekelige Zeiten auf dich zu 😀

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