NORDKINDSKÖPFCHEN

MAMA DIE STREITSCHLICHTERIN

wir lieben unsere kinder. mehr als alles andere auf der welt. wir möchten sie beschützen. jede art von verletzung schmerzt uns mehr als unseren kleinen mäusen selbst. wir mütter sind wie löwinnen. kommt irgendjemand unseren kleinen zu nahe oder haben wir das gefühl ihnen droht in irgendeiner art und weise gefahr durch irgendetwas oder irgendjemanden, werden mütter zur bestie, ohne an das eigene leben zu denken. deshalb sollte man sich auch niemals mit einer mutter anlegen… schon mal gar nicht, wenn es um das eigene fleisch und blut geht.

genau das ist der grund, warum ich dieses thema gerne aufgreifen möchte. es ist richtig, dass wir unsere kinder vor allen gafahren schützen müssen. doch wo fängt gefahr wirklich an, und wo hört gefahr auf? müssen wir unsere kinder auch vor anderen kindern im sandkasten schützen?

es ist wirklich interessant das zu beobachten. kinder auf dem spielplatz. jedes kind bringt irgendetwas zum spielen mit. sandförmchen, schaufeln, bagger, eimer usw. alle kinder spielen im laufe der zeit mit allen spielzeugen und nehmen keine rücksicht darauf, wem welches spielzeug gehört. nehmen wir chantal. chantal ist 4 jahre alt und spielt mit dem bagger von kevin. kevin ist auch 4 jahre alt. kevin findet das andere spielzeug nun uninteressant und möchte seinen bagger zurück. doch chantal ist noch nicht fertig mit spielen und möchte den bagger nicht zurück geben. zwangsläufig kommt es nun zu einem streit zwischen den beiden. nun kommt die situation, in der beide mamas langsam die beine in die startposition führen. sie gucken beide noch etwas verunsichert. nun können beide nicht an sich halten und laufen zu ihrem kind und versuche die situation zwischen den beiden kindern zu klären. doch war das jetzt notwendig? es war ja nichts weiter passiert, außer dass die beiden kinder um das spielzeug gestritten haben. hätten die beiden kinder das nicht auch alleine geklärt? vielleicht. man sollte kindern vielleicht erst einmal die chance geben, solche dinge alleine zu klären. ich finde, dass viele mütter sehr schnell eingreifen, wenn es um streit unter kindern geht. anders ist es komischerweise bei vätern. hätten, anstatt der mütter, zwei väter auf der bank gesessen, wäre die situation anders verlaufen. die väter hätten nicht reagiert bis der streit laut wird. dann wäre ein vater zum sandkasten gegangen und hätte den beiden streithähnen gesagt:“entweder ihr einigt euch, oder das spielzeug wird weggestellt!“. eine möglichkeit ist nun, dass die kinder sich tatsächlich einigen. die andere ist, dass der streit andauert und der vater tatsächlich konsequent das spielzeug wegnimmt und zur seite stellt. männer sind nicht die diskussions-menschen. wir frauen merken es doch bei jedem streit, den wir mit den männern haben. für männer muss das thema schnell geklärt sein. lange diskussionen sind nicht ihre welt. und so übertragen sie es scheinbar auch in sachen erziehung. da wird nicht lange gefackelt. mütter gehen etwas sensibler auf die situation ein. doch ist das immer gut? verlernen unsere kinder das austragen von differenzen untereinander? natürlich muss man unterscheiden zwischen einem kleinen streit und einer prügelei wegen eines spielzeugs. doch ich denke, kinder müssen streitigkeiten einfach auch mal unter sich austragen können. nur so lernen sie doch probleme zu klären und eigenständige lösungen zu finden.

was ist eigentlich aus chantal und kevin geworden? natürlich haben sie ihren streit unter sich geklärt und chantal darf weiter mit dem bagger spielen, denn kevin hat dafür den eimer und die schaufel mit den sternchen von chantal bekommen 😉


♥ beim nächsten mal: flaschenbabys… warum muss mama sich immer rechtfertigen? ♥


 

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