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KANNKIND – MUSSKIND | Wann soll mein Kind eingeschult werden?

Eltern kennen den Begriff KANNKIND eigentlich sehr gut. Bei einem Kannkind ist die Frage des Einschulungzeitpunktes ein großes Thema. Schon im Kindergarten macht man sich Gedanken darüber, wann das Kind eingeschult werden soll. Ist es besser, mein Kind früher einzuschulen? Vielleicht sind seine engsten Freunde im selben Alter und werden schon eingeschult. Soll mein Kind nun aufgrund der Freundschaften mit der Schule starten? Oder sollte man lieber noch ein Jahr warten, damit es mehr Zeit zum Spielen hat?

Kinder, die bis zum 30. Juni eines Jahres 6 Jahre alt werden, müssen zum 01. August eingeschult werden. Dabei muss man allerdings Ausnahmen berücksichtigen, die in vereinzelten Bundesländern bestehen. Alle Kinder, die nach diesem Stichtag (bis 31.12. – auch hier gibt es wieder Ausnahmen) Geburtstag haben, können (müssen aber nicht) eingeschult werden, wenn sie soweit sind.

Bei uns in Schleswig Holstein gilt die 30.06.-Regelung. Mein Krümel ist im Juli geboren. 

Was muss ich berücksichtigen?

Seit dem letzten Jahr beschäftigte ich mich mit der Frage, wann mein Kind eingeschult werden soll. Er ist gerade 5 geworden. Ich könnte ihn also nächstes Jahr, kurz nach seinem 6. Geburtstag theoretisch einschulen lassen.

Krümel hat so seine 3-4 enge Freunde, mit denen er im Kindergarten viel gemeinsam spielt und die wir auch immer mal wieder zuhause zum Spielen haben, oder ich bringe ihn nachmittags mal zu seinen Freunden. Besonders in den letzten Monaten haben sich die Freundschaften sehr entwickelt und man merkt, dass die Kinder in diesem Alter so langsam einen kleinen engeren Freundeskreis aufbauen. Sie haben sich gefunden, und mein Gefühl sagt mir, dass das diese Freundschaften sind, bei denen man 20 Jahre später sagt 

Wir kennen uns schon aus dem Kindergarten und haben zusammen im Sandkasten gespielt. 

Mir ist es wichtig, dass mein Kind mindestens einen engen Freund hat, mit dem er zusammen eingeschult wird. Er gehört zu den schüchternen Kindern und fühlt sich sicherer, wenn ein Freund oder eine Bezugsperson dabei ist. Da ein Teil seiner engen Freunde im nächsten Jahr und ein Teil im übernächsten Jahr in die 1. Klasse kommt, brauche ich mir darüber keine Gedanken machen. 

Ich denke, dass mein Kind durchaus in der Lage wäre, den Lernstoff schon im nächsten Jahr zu packen. Er liebt es jetzt schon Buchstaben zu schreiben und möchte immer wieder neue Rechenaufgaben (im kleinen Zahlenbereich selbstverständlich) gestellt zu bekommen. Doch sollte ich das als Hinweis nehmen um mein Kind so schnell wie möglich in die Schule zu schicken? Auch wenn ich das Gefühl habe, er ist noch zu zappelig um mindestens 45 Minuten auf seinem Popo sitzen zu bleiben und konzentriert zuzuhören?

Meine Entscheidung

Ich habe mich dazu entschieden, Krümel noch ein Jahr länger Zeit zu geben. Die Gründe dafür sind so simpel wie logisch für mich als Krümels Mama. Mein Kind ist ein Clownskopp. Das ist schon einmal der erste Grund. Er hampelt rum, sitzt beim Essen unruhig am Tisch und hat immer etwas zu erledigen. Ihm gehen viele viele Sachen durch den Kopf, die er spielen und erleben möchte und findet es super, wenn andere über seinen Unsinn lachen. Ich denke, er braucht einfach noch ein Jahr länger, um die Welt im Spielmodus zu entdecken. 

Mein Kind gehört außerdem zu den Kleinsten in seiner Altersstufe. Wenn er ein Jahr mehr Zeit bekommt, kann er sich wachstumsmäßig seiner späteren Klassenkameraden anpassen und wird nicht das blöde Gefühl haben, immer der Kleinste überall zu sein (Reicht schon, wenn er immer für Mama der „Krümel“ bleiben wird 🙂 ).

Jedes Kind ist anders und für jedes Kannkind muss einzeln die Entscheidung von den Eltern und im Idealfall in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten getroffen werden. Es ist eine sehr wichtige Entscheidung und sollte tatsächlich gut überlegt sein. Verlasst euch jedoch nicht nur auf die Empfehlung des Kindergartens. Ihr als Eltern seid es, die ihr Kind am besten kennen. Es geht schließlich um die Zukunft unseres Kindes. Der Einschulungszeitpunkt kann die Laufbahn unseres Kindes für die nächsten Jahre intensiv beeinflussen. Was könnte schlimmer und deprimierender für ein Kind sein nach dem ersten Schuljahr sein, als die erste Klasse nicht zu packen. Wenn das passiert, und das kann jedem Kind passieren, ist viel Geduld, Liebe und Selbstbewusstseinsaufbau nötig. Anders herum ist es ebenfalls möglich, dass ein Kannkind, was ein Jahr später eingeschult wird, zu „reif“ für diese Klasse ist und sich vielleicht sogar langweilt. Auch das kann in schlechte Leistungen umschlagen.

Wie wir wieder einmal erkennen:

Mutter/Eltern werden ist nicht schwer, Mutter/Eltern sein dagegen sehr…

Wieder einmal gibt es eine wichtige Entscheidung zu treffen, die die Zukunft unseres Kindes betrifft und es werden noch soooo viele dazu kommen…

Wann soll dein Kind eingeschult werden? Lieber früher oder lieber später? Was hat deine Entscheidung beeinflusst? Oder befindest du dich vielleicht noch in der Entscheidungsphase?

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Liebe Grüße!

ConnyCol.

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