Familie NORDKINDSKÖPFCHEN Thoughts

Ein amerikanischer Hauch von WEIHNACHTEN

Weihnachten ist wohl (neben Ostern) das wichtigste Fest im Jahr. Vor allem in Familien mit Kindern liegt in der Vorweihnachtszeit immer ein besonderer Zauber in der Luft.

Plätzchen backen, basteln, dekorieren, putzen, Weihnachtsfilme, Adventsgestecke oder Kränze, Kerzen, Lichter, Wolldecken, Glühwein, gebrannte Mandeln, heißer Kakao oder Tee, Zimt- und Tannendüfte und vieles, vieles mehr gehört einfach in die (Vor)Weihnachtszeit.

In Deutschland ist es Tradition, dass der „Heilig Abend“ die größte Rolle der ganzen Weihnachtszeit spielt. In vielen Familien findet am Heilig Abend die Bescherung statt. Für Kinder ist es der wichtigste Tag bzw Abend im ganzen Jahr.  Kinder müssen nachmittags abgelenkt werden. Oftmals fehlt mindestens ein Familienmitglied (Mama oder Papa). Denn einer muss dem Weihnachtsmann nun mal bei den Vorbereitungen „helfen“. Kinder merken somit sehr schnell, dass hier etwas nicht stimmen kann. Fragen wie: „Warum kann Mama/Papa uns nicht begleiten? Warum bleiben wir nicht zuhause?“ werden früher oder später kommen.

Ich bin allein erziehende. Von Anfang an stellte sich mir die Frage wie ich das anstellen könnte. Kinder zu den Großeltern geben wäre eine Möglichkeit. Doch Oma und Opa haben selbst am Heilig Abend genug zu tun, denn am 1. Weihnachtstag werden mehr als 10 Leute zum Frühstück, Mittag, Kaffee/Kuchen und Abendessen erwartet. Auch das muss gut vorbereitet werden. Tante? Onkel? Es ist Heilig Abend. Alle sind im Stress, alle müssen noch schnell etwas erledigen, alle sind völlig unentspannt und beschäftigt…


Ich erinnerte mich an meine Kindheit:

Keine Spur von Stress am Heilig Abend. Mama kocht leckeres Essen. Es riecht nach Braten, manchmal auch Fisch. Eine Mischung von Zimt- und Apfelduft in der Luft. Leise Weihnachtsmusik im Hintergrund. Die vier roten Kerzen des Adventskranzes leuchten im gedämmten Licht des Wohnzimmers. Während der Backofen erst einmal sein bestes gibt, werden Brettspiele  oder Karten gespielt.

Irgendwann wird der Duft des Essens intensiver. Es ist fertig. Mama deckt den Tisch an dem wir gemeinsam und entspannt ein tolles Abendessen genießen. Während andere Kinder bereits ihre Geschenke unter dem Weihnachtsbaum auspacken und sich an diesem Abend meist nur noch für 2-3 Stunden daran erfreuen können, schauen wir gemeinsam noch einen wunderschönen Weihnachtsfilm, kuschelnd zwischen Mama und Papa auf der Couch, bevor es dann ins Bett geht. Denn heute Nacht kommt der Weihnachtsmann.

Der Kamin bleibt an Heilig Abend aus, damit der Weihnachtsmann sich nicht den Po verbrennt, wenn er in der Nacht hindurch rutscht. Mama und Papa werden auch gleich ins Bett gehen haben sie gesagt.

Der nächste Morgen. Es ist der 1. Weihnachtstag. Die Wohnzimmer-Tür ist geschlossen. Auf keinen Fall dürfen wir hinein. Ganz leise hört man Glöckchen klingeln und Weihnachtsmusik aus dem Wohnzimmer. Geschirr klappert. Es riecht nach Brötchen und warmen Kakao. Mama hilft uns beim Anziehen und der Morgenwäsche. Festliche Kleidchen bekommen wir Geschwister angezogen. Alle sehen so schick aus. Wir sind aufgeregt. Das Herz schlägt uns bis zum Hals.

„Papa, ist der Weihnachtsmann jetzt endlich fertig?“ fragt Mama.

Unsere Kinderaugen leuchten. Die Spannung ist kaum noch auszuhalten. Papa schaut vorsichtig ins Wohnzimmer hinein. Er möchte keinen Ärger vom Weihnachtsmann oder gar einen Klaps mit der Rute, weil er schon vorher luschert.

„Die Luft ist rein!“ antwortet Papa und schwingt die Tür auf.

Ein großer leuchtender Weihnachtsbaum mit vielen Geschenken darunter. Weihnachtsmusik im Hintergrund. Kerzen flimmern. Der Kamin brennt nun auch. Die Lichter des Weihnachtsbaums glänzen herrlich. Auf dem Tisch steht für jedes Familienmitglied ein Weihnachtsteller mit Süßigkeiten, Nüssen, Äpfel und Mandarinen. All die Spannung fällt ab. Wir Kinder reißen die Geschenke auf und haben den ganzen Tag Zeit gemeinsam damit zu spielen. Wir genießen die Familie mit tollem Essen und viel Besinnlichkeit.


Ich liebte diese Weihnachten in meiner Kindheit. Deshalb entschied ich mich, ebenfalls einen entspannten Heilig Abend mit meinem Sohn zuhause zu verbringen. Abendessen werden wir bei meinen Eltern. Wir werden wieder Milch und selbst gebackene Kekse für den Weihnachtsmann bereitstellen und Socken aufhängen. Nachdem mein Krümel zu Bett gegangen ist, kann ich in Ruhe alles vorbereiten und entspannt bei einem Glas Wein den Abend ausklingen lassen.

Unser Weihnachtsmann besucht uns in der Heiligen Nacht, während wir schlafen. Manchmal hören wir nachts, wenn wir kurz wach werden, sogar ein leises Glöckchen läuten…

Ich wünsche dir und deiner Familie schöne und besinnliche Weihnachten. Genieße diesen besonderen Weihnachtszauber, der hauptsächlich durch unsere Kinder ausgelöst wird. Egal wie und wo wir Weihnachten verbringen, es ist jedes Jahr ein ganz besonderes Fest.

Liebe Grüße!

ConnyCol.

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